“Interfiktion“ ist ein Literaturkonzept von Roland Zingerle, das mit den Grenzen von Fiktion und Wirklichkeit spielt, indem es nicht nur real existierende Orte, sondern – ganz bewusst und deutlich kenntlich gemacht – auch real existierende Personen, Betriebe oder Produkte in eine fiktive Handlung einbaut.
Wer also schon immer einmal seinen Romanhelden begegnen wollte, hat im Klagenfurter Kneipen Krimi die Gelegenheit dazu, jeder ist eingeladen mitzuspielen! Nach Absprache mit dem Autor kann er in die Geschichte eingreifen, die Ermittlungen der Detektive oder der Polizei behindern oder unterstützen, ein – natürlich fiktives – Verbrechen begehen oder auch jemandem seine Liebe gestehen.
Besonders reizvoll ist dieses Konzept natürlich für die Werbung, bietet es doch die Möglichkeit, fiktive Helden das beworbene Produkt konsumieren oder anderen Figuren der Handlung empfehlen zu lassen.

Nachdem die „Zwei für die Gerechtigkeit“ nach diversen Extratouren (s. Heft Nr. 9 und 10) ihren Job verloren haben, dürfen nun alle Freunde des Klagenfurter Kneipen-Krimis aufatmen: Die Puntigamer-Brauerei hat den Bierführer Pogatschnig und seinen Assistenten Melischnig unter ihre Fittiche genommen (s. Heft Nr. 11: Der überlistete Tod)!

Dass Hubert Pogatschnig und Ludwig Melischnig seit Jänner 2009 das begehrte Puntigamer-Bier ins Gasthaus Pumpe liefern müssen (und dabei gern auch ein kleines Gulasch-Päuschen einlegen), ist ein Glück für die Hobby-Ermittler: Denn nirgendwo werden soviele Informationen ausgetauscht wie in diesem Lokal nahe dem Benediktiner-Markt, in dem sich ganz Klagenfurt trifft. Und mittlerweile hat auch das ganze Kneipen-Krimi-Unternehmen seine Heimstatt hier gefunden und präsentiert nun jedes neue Heft beim Pumpe.

Der Kulturwirt Joainig in Pörtschach sorgt nicht nur immer wieder für das leibliche Wohl der „Zwei für die Gerechtigkeit“, sondern stellt auch die Räumlichkeiten zur Verfügung, die Hubert Pogatschnig braucht, etwa um eine gegen Leopold Ogris verlorene Wette einzulösen (s. u.a. Heft Nr. 3: Narrentod) oder einen aufgeklärten Fall zu feiern.

Christian CHL Lehner und Band haben schon einiges mitgemacht mit dem Klagenfurter Kneipen-Krimi. In Heft 6 (Seelenverkäufer) wird Christian Lehner eiskalt auf offener Bühne erschossen! In Heft 8 (Beton) wiederum darf er von Toten auferstehen, weil sich herausstellt, dass sich der Sänger und Gitarrist von einem Doppelgänger hatte vertreten lassen. Tatsächlich in persona und live hat die Band Kneipen-Krimi-Lesungen bisher sechs mal musikalisch begleitet, vier davon auf der WOCHE-Kriminacht (Nr. 4, 6, 8, 12), zwei im Gasthaus Pumpe (Nr. 11, 14). Und noch besser: Sie hat den ganz auf die Romanhelden zugeschnittenen Kneipenkrimi-Song komponiert!
Ob eine gefährliche Schlange (Heft Nr. 4: Giftschwestern) oder eine riesige Spinne (Heft Nr. 9: Die weiße Witwe) vermisst wird – wann immer der Verdacht besteht, dass ein Giftmord geschehen ist, bitten Hubert Pogatschnig oder Chefinspektor Ogris die Reptilienexpertin Helga Happ um Hilfe.

Ist die Mafia in Klagenfurt angekommen? Um dieser Frage nachzugehen (s. Heft Nr. 14: Die Patin) hat die Pizzeria Agli Amici ihr Ristorante mitsamt ihren „Amici“ zur Verfügung gestellt.
Der Schleppe-Brauerei und der Antenne Kärnten danken wir herzlich für ihre Partnerschaft über die ersten Jahre des Klagenfurter Kneipen-Krimis hinweg!